WILLKOMMEN

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,

der Abwasserzweckverband (AZV) Unstrut-Finne stellt Einrichtungen zur Verfügung, mit denen das anfallende Schmutz- und Niederschlags-wasser abgeleitet bzw. behandelt wird. Seit 2003 werden flächendeckend für die Grundstücke im Gebiet des AZV Unstrut-Finne getrennte Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser erhoben. Schmutzwasser nach dem gemessenen Frischwasserbezug und Niederschlagswasser nach den Flächenangaben der Grundstückseigentümer.

  Bei Neu- und Umbauten und den gegebenenfalls noch nicht ver-
anlagten Grundstücken müssen neue Daten erfasst werden. Da durch Stichproben festgestellt wurde, dass nicht alle alten Angaben ordnungsgemäß sind, werden jetzt alle Grundstücke  im Bereich des AZV Unstrut-Finne in das Selbstauskunftsverfahren
einbezogen.
Mit dieser flächendeckenden Aktualisierung ist die Grundlage für eine möglichst gerechte Gebührenberechnung gegeben.

Der AZV Unstrut-Finne erfasst daher derzeit die Flächen der Grundstücke im Entsorgungsgebiet, von denen das Niederschlagswasser nicht auf natürlichem Wege versickern kann, sondern in die öffentliche Abwasserbeseitigungseinrichtung (z. B. Kanalisation) abgeleitet wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob dies über einen direkten Kanalanschluss oder aber oberflächlich, z. B. über die Straße, erfolgt. In einem weiteren Schritt erfolgen Untersuchungen, inwieweit in den einzelnen Gebieten eine zentrale Ableitung zwingend erforderlich ist, um eine Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit zu verhindern.

Mit der Erfassung der überbauten oder anderweitig befestigten Flächen auf den Grundstücken hat der AZV Unstrut-Finne die Firma WTE Betriebsgesellschaft mbH (WTEB) aus Hecklingen, Sachsen-Anhalt, beauftragt. Die Firma WTEB versendet in diesen Tagen entsprechende Erfassungsblätter für die einzelnen Grundstücke.

Der AZV Unstrut-Finne hat aus amtlichen Luftbildern die Dachflächen und befestigten Flächen für jedes Grundstück (auch öffentliche Flächen) erfassen lassen. Nach Abgleich mit den amtlichen Katasterdaten werden diese Flächen in einen grundstücksbezogenen Flächenerfassungsbogen übernommen, den die Eigentümer bzw. Bescheidempfänger am 23. September 2016 zugeschickt bekommen. In diesem Bogen muss nun angegeben werden, welche der ermittelten befestigten Flächen tatsächlich in die öffentliche Kanalisation entwässern.


 

 



Wer auf seinem Grundstück nur wenige einleitende Flächen hat oder mit entsprechenden Materialien wie „Ökopflaster" dazu beiträgt, die öffentliche Abwasserbeseitigungseinrichtung etwas geringer zu belasten, wird mit der reduzierten Niederschlagswassergebühr entsprechend begünstigt.

Nach Rücksendung des Erfassungsblattes werden die Daten ausge-
wertet und die Gebührengrundlagen für die Niederschlagswasser-
beseitigung neu berechnet. Der Gebührensatz für befestigte Flächen beträgt laut aktueller Gebührenkalkulation für die Jahre 2016 und 2017 pro Jahr 0,82 €/m² (Nebra) bzw. 0,92 €/m² (Laucha/Bad Bibra).

Der zunehmende Landschaftsverbrauch und die Versiegelung von Flächen ist eines der zentralen ökologischen Probleme der Gegenwart. Gleichzeitig hat die Versiegelung von Flächen auch direkte ökonomische Folgen, weil die Beseitigung des Niederschlagswassers zunehmend Kosten im Abwassernetz verursacht. Dabei gibt es etliche Möglichkeiten um mit Regenwasser sinnvolleres zu machen, als es direkt in die Kanalisation zu leiten. Wege, Stellplätze und Garageneinfahrten können als entsiegelte Flächen gebaut bzw. umgebaut werden, damit sie Regenwasser in tiefer liegende Schichten weiterleiten. Vor dem Bau einer Versickerungsanlage bzw. dem Rückbau von versiegelten Flächen sollte der anstehende Boden auf seine Versickerungsfähigkeit untersucht werden. Darüber hinaus ist es aber auch notwendig, mögliche Risiken für Nachbargrundstücke auszuschließen.

Durch die Abkopplung des Regenwassers wird die bestehende Kanalisation entlastet. Zudem wird die hydraulische Belastung der Kläranlage verringert und somit deren Reinigungsergebnis verbessert.
Infolge der in den letzten Jahren immer häufiger auftretenden Starkregenereignissen, hilft eine Entsiegelung auch bei der Bekämpfung von Hochwassern.


Abwasserzweckverband Unstrut-Finne
Schloßhof 5
06642 Nebra
Telefon: 034461 35 155
E-Mail: info@azv-unstrut-finne.de

Telefonhotline: 0800 94 64 263
(kostenfrei aus dem Fest- und Mobilfunknetz)
Unter dieser Rufnummer erreichen Sie vom 26.09.2016 bis zum 07.10.2016 direkt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WTEB,
welche Ihnen sach- und fachkundige Auskunft sowie Hilfestellung
aus erster Hand geben können.
Rufzeiten: Mo. bis Do. 09:00 – 17:00 Uhr, Fr. 09:00 – 15:00 Uhr.